PlayStation 4

Wie die Playstation 4

Tagen wusste niemand, wie die Playstation 4 überhaupt aussieht, jetzt kann man auf der E3 schon mit der neuen Sony-Konsole spielen – ungewöhnlich. Was sofort auffällt: Der Controller unterscheidet sich deutlich vom Vorgänger. Er ist voluminöser, die Griffe liegen besser in der Hand. In der Mitte des Controllers ist ein rechteckiges Touchpad, etwas größer als eine Visitenkarte. Das Touchpad ist eine intuitiv bedienbare, hilfreiche Ergänzung der Steuerung komplexer Spiele. Die Mini-Spiele setzten alle den Controller und die Sony-Kamerasteuerung The Eye ein. In einer Pong-Variante zieht man mit dem Controller das Spielfeld lang und breit. Die Lagesensoren registrieren schnell und präzise, wie man den Controller hält. Eine Bewegung nach oben zieht das Spielfeld mit, der Ball prallt ab und verändert seine Flugbahn.

In einem weiteren Minispiel ärgert man eine Horde weißer Roboter. Man saugt sie vom Wohnzimmerboden auf, dank der Eye-Kamera ist der Raum vor dem Fernseher das Spielfeld. Was im Controller vorgeht, sieht man dann auf dem Fernseher: Die Roboter fallen zur Seite, wenn man die Steuerung neigt. Hält man die Hand vor das Lichtfelds an der Frontseite des Controllers, wird es drinnen dunkel. Tippt man auf das Touchpad, fällt an der Stelle Licht in den Controller und die Roboter schauen erfreut nach oben. Das Summen ihrer Servomotoren dringt aus dem Controller selbst – ein eingebauter Lautsprecher macht das möglich. Mit den technischen Möglichkeiten des Playstation-4-Controllers ließe sich so manche ungewöhnliche Spielidee umsetzen – in den aktuellen Titeln sieht man davon allerdings nichts. Das ist von Sony wohl so beabsichtigt: Die Firma will zunächst Hardcore-Spieler überzeugen, und die wollen klassische Steuerung.

Deshalb ist die Eye-Kamera optional, deshalb ist jetzt nicht allzu viel Neues zu sehen. Mit der Grafik der PS4 ist es so eine Sache: Was wirklich möglich ist, wird man später einmal sehen. Die Grafikfähigkeiten der neuen Konsolen können in Spielen aber viel mehr, als die Detailtiefe erhöhen. Sony zeigt in einer interessanten Animation, wie Rechenkraft dazu dienen kann, die Mimik von Figuren zur vermenschlichen. In dem zwölfminütigen Film „The Dark Sorcerer“ sieht man einen klischeehaft gezeichneten bösen Computerspiel-Magier seine Beschwörungsformeln aufsagen. Das wirkt alles sehr bemüht böse, bis der gute Mann sich verspricht und der Schauspieler flucht und mit seinen Kollegen am Set scherzt und sich über die Hitze aufregt und den unfähigen Regisseur. Man muss sich fast selbst daran erinnern, dass das eine Animation ist, nicht Szenen von einem wirklichen Set.

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